Konzept zum Aufbau eines Kultur- und Förderprogramms im Kirchspiel Sornzig-Ablaß und Umgebung

1. Ausgangslage:
Sechs Gemeinden mit grundsätzlich guten Möglichkeiten kultureller Nutzung (Sornzig: Orgel, Kiebitz: Innenraum, Schrebitz: Gebäude, Gastronomie, Ablaß: Innenraum, Gallschütz: Histor. Bedeutung, Börtewitz: Akustik) In kirchlicher wie touristischer Hinsicht jedoch kaum erschlossen, unzureichende Wahrnehmung von außen, geringe Präsenz, geringe strukturelle/finanzielle Sicherheit bei gleichzeitig steigendem Bedarf an Mitteln.
2. Zielstellung:
Fokussierung auf Schwerpunkte und Stärken des Kirchspiels und der einzelnen Gemeinden, gemeinsame Profilierung als regionale “Marke” zur deutlicheren Wahrnehmung, Aufbau und Sicherung eigener Strukturen sowie finanzieller Mittel insbes. für die eigene Kirchenmusik.
3. Anknüpfungspunkte:
Jew. sechs Kirchenkonzerte Apfelblüte/Apfelernte (Orgel, Kammermusik, Sonstiges) mit semiprofessionellen Amateuren (Hochschulen, Gruppen, Solisten) als preiswert zu realisierendes, qualifiziertes und überregional attraktives Kulturangebot. Verknüpfung mit kirchlichen und regionalen Angeboten (Andachten, Führungen, Verkauf, Kloster Colditz, Feldbahn Glossen, Döllnitztalbahn, Kurort Wermsdorf, Windpark, Colm u.a.).
Nutzung der günstigen Lage im Dreieck Leipzig, Chemnitz, Dresden (Grimma, Oschatz, Döbeln) als wachsendes Besucherpotential (wirtschaftl. Entwicklung!).
4. Mögliche Instrumentarien
Einbindung (kirchennaher und -ferner) Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen und Behörden in vereinsgestütztes Netzwerk für inhaltliche Aufgaben, Organisation, Werbung, Umsetzung und flankierende Angebote.
Breite Kommunikation der Vereinsaktivitäten und -angebote über Regionalpresse, Kirchen- Café, Bekannte, Netzwerkpartner (Einbindung in vorh. Werbekanäle).
Umsetzung preiswerter Werbemedien wie Homepage, saisonale Plakate, Flyer, Jahres-CD.
Einladungs-/Freikarten-/CD-Vergabe an Multiplikatoren und potentielle Partner.
Finanzierung über Fördermittel, ABM, Ehrenamtliche, Netzwerkpartner, Mitglieder.
Re-Finanzierung über Eintrittsgelder, Spenden, VorOrt-Verkauf (CD-/Büchertisch, Obst, Säfte, Blumen, Café), Sachleistungen.
5. Organisation und Aufgaben
Vereinsgründung, -besetzung und -leitung, Satzungsbeschluss, Aufgabenverteilung (Schrift-/ Kassenwart, Fördermittel-BA, Regional-Scout, Werbung & Acquise, Org-Team)
6. Zeitplan
Monatliche Treffen:
Januar: Abschluss- und allg. Statusbericht, Abstimmung Entwürfe u. Vorhaben
Februar: Statusbericht, Vorlage realisierter Entwürfe/Vorhaben, Detailplanung März-Aktivitäten
März: Auswertung lfd. Massnahmen, ggf. Notfallpläne, Detailplanung Organisation
April/Mai: Lfd. Konzertsaison, VorOrt-Besprechungen
Juni: Auswertung erste Konzertsaison, Vorlage realisierter Entwürfe/Vorhaben für II. Saison, Abstimmung Urlaubsvertretung und -Aktivitäten
Juli/August: Urlaubssaison
September: Auswertung lfd. Massnahmen, ggf. Notfallpläne, Detailplanung Organisation.
September/Oktober: Konzertsaison, Vor-Ort-Besprechungen
November: Gesamtauswertung, vereinsinterne Anliegen, abschliessende Aufgaben
Dezember: Weihnachtspause
Herzliche Bitte:
Entsprechendes Interesse vorausgesetzt, ist eine aktive Teilnahme von 1-2 Vertretern aus allen sechs Ortsgemeinden entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung! Diese müssen nicht Mitglieder des Kirchenvorstands sein - nutzen Sie vielmehr auch die Gelegenheit, Menschen mit Potential in Ihrem Ort anzusprechen und für die Vereinsarbeit zu gewinnen.
Der Verein soll bewusst unabhängig und nicht dem Einfluss landeskirchlicher Strukturreformen unterworfen sein. Hieraus ergibt sich auch die Chance, zur Kirche Distanzierte einzubeziehen und so den Raum für gemeinsames Handeln zu erweitern.
Gerne stehe ich für persönliche Gespräche bereit und bitte darum, Hinweise und Anfragen an meine Frau oder an mich weiterzuleiten (Telefon: 0163-25 25 760).
Vielen Dank!

